Die Welt von La Manda

Das Leben ist magischer, als wir glauben.

Wenn du hier gelandet bist, möchtest du vielleicht wissen, wer hinter meinen Bildern steckt. Ich weiß nicht, wie gut ich mich selbst beschreiben kann…

Aber ich kann dir erzählen, woran ich glaube, denn genau daraus entstehen meine Bilder.

Magie beginnt dort, wo unser Verstand aufhört, alles erklären zu wollen.

Wir erinnern uns vielleicht nicht an Magie, aber wir erkennen sie wieder.

Vielleicht erinnerst du dich an so etwas?

Als Kind hattest du vielleicht einmal Angst im Dunkeln. Ich wette, jemand brachte dir ein Nachtlicht oder öffnete die Tür einen Spalt für dich.

Und plötzlich war die Angst weg. Nicht, weil das Dunkel verschwunden war, sondern weil das Licht dir gezeigt hat, was sich darin verbirgt. Du hast erkannt, dass du immer noch in deinem Zimmer warst. Dass alles da war wie zuvor.

Irgendwann brauchtest du das Nachtlicht nicht mehr. Nicht, weil die Dunkelheit sich verändert hat, sondern weil du gelernt hast, ihr zu vertrauen. Ich glaube, mit Magie ist es genauso. Wenn wir wissen, dass sie da ist, müssen wir sie nicht ständig sehen.

  • Magie ist für mich wie Sauerstoff.
  • Immer da.
  • Auch wenn wir sie nicht sehen können.

Meine Bilder sind nur der Anfang. Das eigentliche Kunstwerk entsteht in dem Moment, in dem sie jemand betrachtet.

Auch wenn die Botschafter in meinen Bildern meist Tiere sind, erzähle ich eigentlich immer vom Menschen.

Menschen haben mich schon immer fasziniert, vor allem ihre Gefühlswelt und die damit verbundenen Stärken. Denn wir alle haben etwas, das uns unverwechselbar macht. Vielleicht wollte ich deshalb früher am liebsten Menschen fotografieren. Nicht, um schöne Gesichter festzuhalten, sondern um den kurzen Moment zu finden, in dem das ehrlichste Selbst aufblitzt.

Genau das sollen meine Bilder auslösen. Den Moment, in dem ein Mensch berührt wird und davor stehen bleibt. Der Moment in dem er kurz alles andere vergisst und wieder zum Kind wird. Ein Moment – ob im Hellen oder Dunkeln – dieser vollendet das Werk.

Wenn aus einem Bild plötzlich eine Begegnung wird.

Das Licht geht aus.

Für einen kurzen Moment wird es still. Dann hört man irgendwo im Raum ein leises “Oohhh…”

Genau für diesen Moment male ich.

Wenn das Licht ausgeht und dieses unverwechselbar staunende Raunen die Stille bricht – das schönste Geräusch der Welt.

Und dann wird es wieder still.

Das ist er, der Moment, der sich nicht planen lässt. Den man nicht kaufen oder erzwingen kann. Der Moment, in dem unsere Wahrnehmung größer wird als unser Verstand.

Manche lachen, andere schweigen. Manche vergessen für einen Augenblick alles um sich herum. Vergessen kurz, dass es sowas wie Magie gar nicht gibt.

Manches wird erst sichtbar, wenn das Licht sich verändert.

Deshalb male ich.

Nicht, weil ich schöne Bilder erschaffen möchte. Nicht einmal, weil ich Farben liebe.

Ich male für diesen einen Moment.

Für das Staunen, für das leise Raunen, wenn das Licht ausgeht. Für das Lächeln, das sich unbemerkt auf ein Gesicht legt. Für den Blick, der plötzlich wieder offen wird.

Es gibt keinen Verkauf, keine Ausstellung, keine Auszeichnung, die sich damit vergleichen lässt. Denn genau in diesem Moment geschieht etwas, das man weder planen noch erwarten kann. Wenn die Zeit still steht.

Eine echte Begegnung. Zwischen einem Menschen…

und der Magie.

Manche Momente dauern nur wenige Sekunden.

Und bleiben ein Leben lang.

Manchmal verändert eine einzige Begegnung ein ganzes Leben. Meine war ein Mensch. Mein Mann Michal.

Wir sprachen nicht dieselbe Sprache, als wir uns kennenlernten und trotzdem verstanden wir uns. Es war, als gäbe es eine Sprache, die keine Worte braucht. Wenn man weiß, dass die Magie da ist, muss man sie nicht immer sehen.

Er war der Erste, der an mich glaubte, bevor ich selbst daran glaubte. Der Erste, der mich immer wieder daran erinnerte, daran zu denken. Er zeigte mir eine Welt, von der ich nicht geträumt hätte.


Ich male Magie, weil ich erlebt habe, dass sie existiert.

Das Licht dahinter

Schon als Kind hat mich Licht fasziniert und was es bewirken kann.

Licht verändert die Welt nicht, es verändert unseren Blick auf sie. Vielleicht liebe ich deshalb die Lumineszenz so sehr. Sie erschafft nichts Neues, sie zeigt nur, was die ganze Zeit schon da war.

Und vielleicht gilt genau das auch für uns Menschen.

Manchmal braucht es nur das richtige Licht, damit wir erkennen, was längst in uns steckt.



Da war die ganze Zeit noch mehr.

Warum ein weißer Hase?

Viele glauben, es hätte mit Alice im Wunderland zu tun, oder mit Matrix. Und irgendwie stimmt das auch. Aber eigentlich ist das nur ein wunderschöner Zufall.

Die wahre Geschichte meines treuen Begleiters beginnt nicht im Märchen. Sondern im echten Leben.

Sein Name war Petr 🤍

Petr war etwas ganz Besonderes. Er hat die Dunkelheit dieser Welt und in den Menschen gesehen, bevor er zu uns kam. Und dennoch war in seinem Herzen und Verhalten nichts weiter als Liebe.

Er lebte mit uns ohne jemals einen Käfig zu brauchen. Frei und in Sicherheit. Er war Familie und wird es immer sein. Sechs Jahre durften wir mit ihm verbringen. Als seine Zeit gekommen war, waren wir alle bei ihm. Es war friedlich. Es war seine Zeit.

Seitdem hoppelt Petr durch meine Bilder. Unvergessen, immer bei uns. Manche Seelen gehen nie wirklich. Sie finden einfach einen anderen Weg, bei uns zu bleiben.

Deshalb werdet ihr ihm in meiner Welt immer wieder begegnen. Er war der erste Botschafter der Magie und wird sie immer tragen.

Danke, Petr 🤍 Dafür, dass du da warst. Und dafür, dass du es auf eine ganz andere Art immer noch bist. Und danke, Michal, dass du ihn gesehen hast. Und niemals aufgehört hast, für ihn zu kämpfen.

Ich glaube, das Leben meint es gut mit uns.

Ich werde oft gefragt, warum meine Bilder so positiv sind. Die Antwort ist überraschend einfach.

Weil ich an das Gute glaube.

Nicht daran, dass immer alles leicht ist. Das Leben war auch zu mir nicht immer leicht. Aber ich habe gelernt, dass selbst schwere Zeiten nicht das Ende einer Geschichte sind. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich malen muss. Jedes Bild ist eine Erinnerung daran, dass hinter jeder Dunkelheit auch wieder Licht wartet.

Nicht als Versprechen, sondern als Möglichkeit. Und genau diese Möglichkeit möchte ich weitergeben.

Bis bald. Vielleicht begegnen wir uns eines Tages dort, wo das Licht ausgeht.

– La Manda